*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Referenten - klinische Studien (CRA)

Datenbasis: 200 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.776 € 4.124 € 6.931 €
Baden-Württemberg 2.677 € 4.051 € 10.314 € Jobs Referenten - klinische Studien (CRA)
Bayern 2.859 € 4.736 € 6.914 € Jobs Referenten - klinische Studien (CRA)
Berlin 2.574 € 3.961 € 6.019 € Jobs Referenten - klinische Studien (CRA)
Brandenburg 2.114 € 3.141 € 5.279 € Jobs Referenten - klinische Studien (CRA)
Bremen 2.668 € 3.963 € 6.660 € Jobs Referenten - klinische Studien (CRA)
Hamburg 2.935 € 4.109 € 7.446 € Jobs Referenten - klinische Studien (CRA)
Hessen 2.905 € 4.424 € 7.657 € Jobs Referenten - klinische Studien (CRA)
Mecklenburg-Vorpommern 2.041 € 3.032 € 5.096 € Jobs Referenten - klinische Studien (CRA)
Niedersachsen 3.342 € 3.342 € 4.278 € Jobs Referenten - klinische Studien (CRA)
Nordrhein-Westfalen 2.642 € 3.467 € 5.194 € Jobs Referenten - klinische Studien (CRA)
Rheinland-Pfalz 2.730 € 4.056 € 6.817 € Jobs Referenten - klinische Studien (CRA)
Saarland 2.640 € 3.922 € 6.592 € Jobs Referenten - klinische Studien (CRA)
Sachsen 2.135 € 3.172 € 5.331 € Jobs Referenten - klinische Studien (CRA)
Sachsen-Anhalt 2.092 € 3.108 € 5.223 € Jobs Referenten - klinische Studien (CRA)
Schleswig-Holstein 2.438 € 3.622 € 6.087 € Jobs Referenten - klinische Studien (CRA)
Thüringen 1.954 € 2.903 € 4.879 € Jobs Referenten - klinische Studien (CRA)

Referenten - klinische Studien (CRA):

1. Gehalt

Als Referent für klinische Studien (CRA) liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.124 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 200 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.776 € beginnen, Referenten - klinische Studien (CRA) in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.931 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.622 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.051 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Referent für klinische Studien (CRA) in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.140 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.499 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.004 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.695 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.967 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.972 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.372 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.424 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.597 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um an der Auswertung klinischer Studien mitwirken zu können, ist ein Studium im Bereich der klinischen Forschung bzw. der Erprobung von Arzneimitteln notwendig. Eine Tätigkeit als Assistent /-in bei solchen Studien ist jedoch oftmals auch mit einer durchlaufenden Ausbildung im Gesundheitswesen möglich. Eines der klassischen Berufsmodelle innerhalb des Gesundheitswesens stellt immer noch die Arbeit des/der Krankenpflegers /-in dar. Heutzutage wird allerdings offiziell die Bezeichnung Gesundheits- und Krankenpfleger /-in gebraucht.

Die Ausbildung dauert drei Jahre, sofern in Vollzeit gelernt wird. Auszubildenden, die den Beruf in Teilzeit, beispielsweise parallel zur Berufstätigkeit erlernen, benötigen etwa fünf Jahre. Allerdings sind entsprechende Angebote rar. Der Aufbau der Ausbildung gestaltet sich wie folgt: Die Auszubildenden besuchen zum einen den Unterricht an einer Berufsfachschule für Krankenpflege. Dort nehmen sie sowohl an theoretischen Unterrichtsstunden als auch an praktischen Übungen teil. Der Unterricht findet entweder regelmäßig, zum Beispiel an einem Tag der Woche, oder in Form von Blockunterricht statt. Den Rest der Zeit verbringen die Auszubildenden in den verschiedenen Abteilungen von Krankenhäusern und Kliniken. Dort lernen sie den Berufsalltag vertieft kennen. Außerdem steht ein Einsatz in der ambulanten Pflege auf dem Programm.

Konkret befassten sich die angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger mit folgenden Ausbildungsinhalten:

  • Verschiedene Krankheiten und Krankheitsbilder, deren Vorbeugung, Diagnose und Behandlung,
  • die Aufnahme, Verlegung und Entlassung von Patienten,
  • die Aufgaben als Assistent /-in des/der Arztes/Ärztin bei Untersuchungen, Operationen und der Visite,
  • Blutabnahme, Fiebermessungen und Röntgenuntersuchungen,
  • Ersthilfe im Notfall,
  • die angemessene Pflege des Patienten unter Berücksichtigung seiner ethischen, religiösen und kulturellen Prägung,
  • das Erstellen von Pflegeplänen und die Dokumentation von Pflegemaßnahmen,
  • die Beachtung rechtlicher Bestimmungen innerhalb der Krankenpflege.

Gesundheits- bzw. Krankenpfleger sind im Gesundheitswesen vielseitig einsetzbar. Wer hingegen eine spezifische Ausbildung bevorzugt, sollte sich über die Berufe Altenpfleger /-in, Kinderkrankenpfleger /-in und Hebamme bzw. Entbindungspfleger informieren.

3. Studium

Prinzipiell reicht für eine Tätigkeit als Referent ein grundständiges Studium beispielsweise im Fach Klinische Studien/Arzneimittelerprobung, -zulassung aus. Werden jedoch führende Positionen in Forschung oder Wissenschaft angestrebt, empfiehlt es sich, den Master abzulegen oder sogar zu promovieren.

In den meisten Fällen kann das grundständige Studium in etwa sechs bis sieben Semestern abgeschlossen werden. Bis dahin muss der/die Student /-in die folgenden Module belegt haben:

  • Medizin,
  • Durchführung klinischer Studien (Gesetzte und Richtlinien, komplexe Studien, Qualitätsmanagement),
  • Angewandte Statistik für die klinische Forschung,
  • Grundlagen des klinischen Datenmanagements,
  • Zell- und Molekularbiologie,
  • Einführung in die Biostatistik,
  • Pharmakologie (Arzneimittel und ihre Entwicklung, evidenzbasierte Medizin),
  • Wissenschaftliches Arbeiten, Forschungsmethodik,
  • Medical Writing,
  • Ethik in Gesundheit und Medizin,
  • Akademisches/Wissenschaftliches Englisch, Business Englisch, Englisch für die klinische Forschung,
  • Projektmanagement.

Die Studenten sollten bei der Planung ihres Studienverlaufs mindestens ein Praktikum mit einbeziehen. Absolviert werden kann dieses zum Beispiel in einem Pharmaunternehmen. Oftmals bietet sich den jungen Akademikern auch die Möglichkeit, an Projekten mitzuarbeiten.
Während für ein Studium an einer deutschen Universität in der Regel das Abitur notwendig ist, kann an einer Fachhochschule bereits mit der Fachhochschulreife studiert werden.

Bewerber für einen Studienplatz im Fach Klinische Forschung/Arzneimittelerprobung, -zulassung sollten über ein gewisses Vorwissen aus verschiedenen Schulfächern verfügen. Zum einen sind die naturwissenschaftlichen Inhalte hervorzuheben. Das Studium umfasst zahlreiche Aspekte aus Biologie, Medizin und Pharmakologie. Aus diesem Grund bilden die Fächer Biologie, Chemie und Physik die Grundlage für ein erfolgreiches Studium. In diesem Zusammenhang darf außerdem die Mathematik nicht vergessen werden. Insbesondere die Statistik ist bei der Durchführung und Auswertung klinischer Studien von großer Bedeutung. Darüber hinaus gehört der Studiengang wie andere medizinische Fächer zu den Lernfeldern, in denen Lateinkenntnisse einen Vorteil verschaffen. Sie erleichtern den Umgang mit Fachbegriffen in Medizin und Pharmazie erheblich. Da ein nicht unbedeutender Teil des Studiums in englischer Sprache stattfindet, werden entsprechende Fremdsprachenkenntnisse ebenfalls vorausgesetzt.

4. Tätigkeit

Referenten / Referentinnen - klinische Studien (CRA = Clinical Research Associates) arbeiten in Unternehmen der pharmazeutischen Industrie oder in Forschungseinrichtungen, die sich mit der Durchführung klinischer Studien befassen. CRA´s planen, koordinieren die Durchführung und Werten die klinischer Studien aus. Hierbei werden die Verträglichkeit, Wirksamkeit und die Anwendungsgebiete neuer Arzneimittel untersucht.

Da Pharmaunternehmen ständig auf der Suche nach Forschungseinrichtungen, Kliniken oder Arztpraxen suchen, mit denen sie Arzneimittelstudien durchführen können, werden meist Referenten für die Recherche und Akquise eingesetzt. Konnte eine Klinik oder Praxis für die Teilnahme an einer Studie gewonnen werden, gelten die Referenten den gesamten Prüfungsprozess hindurch als Ansprechpartner für die prüfenden Ärzte. In Form von Prüfertreffen halten sie den ständigen Kontakt zu diesen aufrecht. Zudem kontrollieren die Fachleute die während des Verfahrens gemachten Aufzeichnung und erstellten Dokument in regelmäßigen Abständen. Es ist außerdem ihre Aufgabe, darauf zu achten, dass keine gesetzlichen Bestimmungen und Richtlinien verletzt werden. Über ihre Arbeit und die dabei gewonnenen Erkenntnisse legen die Referenten in sogenannten Monitoringberichten Rechenschaft ab. Diese dienen dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte als Entscheidungsgrundlage hinsichtlich einer Zulassung des jeweiligen Produkts.