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Was verdient man bei der Deutschen Bank?

Was verdient man bei der Deutschen Bank?

Die Deutsche Bank besteht seit 1870 und ist heute in fünf Geschäftsbereiche gegliedert: Corporate Banking & Securities, Global Transaction Banking, Private & Business Clients, Non-Core Operations Unit und Deutsche Asset & Wealth Management. Weltweit arbeiten rund 98.130 Mitarbeiter im Konzern. In Deutschland zählt die Deutsche Bank mehr als 45.390 Beschäftigte, die in 1.845 Niederlassungen arbeiten(Stand: Dezember 2014).

Gegründet wurde die Deutsche Bank 1870 von einigen Privatbankiers in Berlin, wobei Adalbert Delbrück die treibende Kraft für die neue Idee war, traditionelle Bankgeschäfte weiterzuentwickeln. In erster Linie ging es um Auslandsgeschäfte und Außenhandelsfinanzierungen, doch recht schnell wurden weitere Geschäftsfelder eröffnet. Schon ab 1871 entstanden Filialen, zunächst in Deutschland und später über die Grenzen hinaus. 1914 galt die Deutsche Bank als weltweit größte Bank. Allerdings folgte auf den ersten Weltkrieg die Inflation und die Bankenkrise und der zweite Weltkrieg forderte weitere Opfer. In den Jahren 1942 und 1943 mussten 54 Depositenkassen und 82 Filialen schließen und 1945 schloss die Zentrale in Berlin. Fast 1300 Mitarbeiter und Pensionäre der Deutschen Bank starben während des Krieges. 1946 begann man mit dem Wiederaufbau.

Heute hat die Deutsche Bank das Ziel, weltweit zur führenden kundenorientierten Universalbank zu werden. Sie wollen dabei auf Werte wie nachhaltige Leistungen, Kundenorientierung, Ingetrität, Partnerschaft, Disziplin und Innovation setzen.

Skandale und Imageschaden

Doch immer wieder geriet die Deutsche Bank in negative Schlagzeilen, wodurch ein Imageschaden in der Öffentlichkeit, Politik und bei den Kunden entstand. Ein Kulturwandel soll diesen wieder beseitigen.

Der Deutschen Bank wird unter anderem Geldwäsche in Russland vorgeworfen, das Manipulieren von Zinsen, Devisen und Rohstoffen und Skandale um minderwertige US-Immobilienkredite. Diese Skandale sollen einen Schaden im zweistelligen Milliarden-Bereich verursacht haben, zu denen weitere 3 Milliarden Euro Rechtskosten bis 2017 hinzukommen sollen. Immer wieder finden Razzien in der Frankfurter Zentrale statt, in jüngster Vergangenheit (Stand: Juni 2015) aufgrund von sogenannten Cum-Ex-Aktiendeals, bei denen kurz vor dem Dividendenstichtag („cum Dividende“) Aktien gekauft werden, doch erst danach im Depot gutgeschrieben werden („ex Dividende“). Diese Deals haben an sich, dass eine Partei keine Steuern auf die Dividende zahlen muss (was bis 2012 noch legal war). Des Weiteren sollen 200-700 Filialen geschlossen werden, wobei noch unklar ist wie viele Stellen dabei abgebaut werden.

Aufgrund dieser Schäden, liegt es am neuen Chef John Cryan (ab 1.7.2015), eine neue Vision zu schaffen, um den ökonomischen Schaden zu reparieren und das Vertrauen aller Beteiligter wiederzugewinnen. Hierzu bestehen schon einige Engagements, auf die aufgebaut werden kann, welche aber in letzter Zeit deutlich an Glaubwürdigkeit verloren haben.

Engagement und Verantwortung

Die Deutsche Bank zeigt sich in verschiedenen Bereichen engagiert und versucht gegen das schlechte Image anzugehen mit folgenden Handlungsfeldern:

Nachhaltiges Bankgeschäft

Privatpersonen und Unternehmern werden Finanzprodukte für erneuerbare Energien und energieeffizientes Sanieren und Bauen angeboten. Zudem gehören folgende Bereiche zum nachhaltigen Bankgeschäft des Konzerns:

  • Richtlinien und Standards auf internationaler Ebene, unter anderem zu Datenschutz, Corporate Governance oder Anti-Geldwäsche.
  • Verbraucherschutz und Kundenberatung, wobei im Fokus Glaubwürdigkeit, Transparenz und Integrität stehen.
  • Risikomanagement: Die Geschäftstätigkeiten des Konzerns werden auf Bankrisiken sowie auf Risiken für Umwelt und Gesellschaft überprüft.
  • Impact Investment und Mikrofinanzierungen, besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern

Gesellschaft

Mit bildungsbasierten Programmen fördert das Unternehmen weltweit junge Menschen:

  • In den USA mit Strive for College – Für die Hochschule qualifizierte Jugendliche aus einkommensschwachen Familien bekommen die Möglichkeit den Highschool-Abschluss zu machen
  • In Spanien mit Fundación Exit – Jugendliche in Spanien werden bei der Suche nach einem Arbeitsplatz unterstützt
  • In Deutschland mit dem Studienkompass – Jugendliche aus Nichtakademiker-Familien bekommen Hilfe, um ein Studium erfolgreich absolvieren zu können
  • In Asien mit ChildHope Philippines – Zusammen mit ChildHope erhalten Straßenkinder ein musikalisches Förderprogramm, um Selbstachtung und –vertrauen zu steigern
  • In Großbritannien mit Sporteducate – Mit diesem Programm werden Sport- und Jugendclubs in London gefördert und ist vor allem für junge Leute gedacht, die kurz vor dem Schulabbruch stehen oder bei denen das Risiko besteht, den beruflichen Anschluss verlieren zu können.
  • In Südafrika mit Brainwave Careers – Dieses Projekt unterstützt die Schulung von Lehrern in Südafrika, damit diese Lehrer jungen Menschen Englischunterricht geben können. Mit Englischkenntnissen haben junge Leute bessere Chancen auf Bildung und im Berufsleben Fuß fassen zu können.

Ebenso fördert der Konzern zeitgenössische Künstler, Talente im Spitzensport und bringt Kindern und Jugendlichen mit einem Programm die Kultur näher.

Weiteres Engagement dient der Wissenschaftsförderung. Dafür arbeitet die Deutsche Bank mit Universitäten weltweit zusammen und fördert den Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft.

Das Unternehmen fördert den ehrenamtlichen Einsatz seiner Mitarbeiter. 2014 engagierten sich weltweit über 16.860 Beschäftigte der Deutschen Bank.

Umwelt

Auch für den Umweltschutz setzt sich der Konzern ein, unter anderem mit nachhaltigen Anlagestrategien und Finanzprodukten, mit einer nachhaltigen Lieferkette, grünen Immobilien und grüner IT. Zudem werden Projekte wie Desertec, Get Fit und Solar Impulse unterstützt.

Mitarbeiter

Im Bezug auf die Arbeitnehmerrechte orientiert sich die Deutsche Bank an UN Global Compact, den Normen der ILO (International Labor Organization) und dem Betriebsverfassungsgesetz Deutschlands. Weltweit wird von den Lieferanten gefordert, die Arbeitnehmerrechte anzuerkennen und angemessene Mindestlöhne zu zahlen.

Der Konzern setzt sich für Chancengleichheit für Frauen ein und um im Dialog mit den Mitarbeitern zu bleiben, wird jedes Jahr eine umfangreiche Mitarbeiterbefragung durchgeführt, bei der es um Themen wie Vielfalt, Arbeitsbedingungen, Unternehmenskultur und –werte und ähnliches geht. Zudem sind jährlich zwei Mitarbeitergespräche mit Vorgesetzten möglich.

Für die Gesundheitsförderung gibt es mehrere Angebote. Zum Beispiel erhalten Mitarbeiter Unterstützung zur Klärung beruflicher und privater Angelegenheiten durch das Employee-Assistance-Programm. Mitarbeiter ab vierzig Jahren können die regelmäßigen und kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen nutzen, zu denen auch ein Beratungsgespräch über gesunde Ernährung und Lebensführung gehört. Zwecks Stressmanagement werden Präsenzkurse und Onlineschulungen offeriert. Im Unternehmen werden noch weitere Maßnahmen für die Gesundheitsvorsorge angeboten.

Weitere Angebote dienen den Mitarbeitern, Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu können. Weltweit gibt es vierhundert betriebsnahe Plätze für die Kinderbetreuung. In Deutschland sowie in den Vereinigten Staaten und Großbritannien hilft ein Familienservice bei der Überbrückung von Kinderbetreuungslücken. Mit verschiedenen Arbeits- und Arbeitszeitmodellen wird für flexible Arbeitsplätze gesorgt.

Ausbildung und Karriere

Die Deutsche Bank bietet Schulabgängern, Studenten und Berufserfahrenen Karrieremöglichkeiten an:

Schülerpraktikum

Berufsausbildung

Duales Studium

Berufserfahrene

Gehälter bei der Deutschen Bank

Folgend ein paar Beispiele für die Gehälter verschiedener Berufe:

  • Ein Praktikant erhält zwischen 867 Euro und 1.170 Euro pro Monat
  • Als Analyst verdient man durchschnittlich 51.471 Euro jährlich
  • Das Jahresgehalt eines Finanzberaters beträgt rund 80.000 Euro
  • Trainees bekommen im Durchschnitt 54.369 Euro Jahresgehalt
  • Als Abteilungsleiter liegt das Jahreseinkommen bei 112.333 Euro
  • Ein Projektmanager bekommt jährlich rund 75.000 Euro
  • Als Accociate erhält man 74.488 Euro pro Jahr
  • Investment-Banker verdienen rund 55.922 Euro jährlich
  • Das Jahresdurchschnittseinkommen eines Kundenberaters beträgt 55.236 Euro
  • Ein Senior Berater bekommt im Schnitt 67.918 Euro jährlich
  • Als Vizepräsident kann bis zu 89.688 Euro pro Jahr verdient werden
  • Stellvertretende Vizepräsidenten erhalten ein Jahresgehalt von 77.417 Euro
Quellen:

www.deutsche-bank.de, www.glassdoor.de

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