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Burger King: Gehalt, Karriere & Jobs in der Systemgastronomie

Klassischer Cheeseburger, Bacon Cheeseburger, Pommes Frites und Bier

Die Heimat des Whoppers – das ist die Fast-Food-Kette Burger King. Allein Deutschland bietet in rund 750 Filialen die beliebten Burger, Salate und Milchshakes an. Die Produkte bereitet Burger King täglich frisch im Restaurant zu und der Salat stammt aus der Region. Die Kundschaft kann ihre Bestellungen nach ihrem eigenen Belieben und dem eigenen Geschmack anpassen.

Die Speisen und Getränke von Burger King können sowohl vor Ort verzehrt als auch im Drive-in abgeholt und mitgenommen werden. Zudem hat Burger King auch einen eigenen Lieferservice und kooperiert mit dem Lieferdienst Lieferando.

Doch wie wird Burger King als Arbeitgeber mit seinen weltweit 18.000 Filialen wahrgenommen? Wie ist Burger King zu dem geworden, was es ist? Welche Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten haben Interessierte und was verdienen Beschäftigte bei Burger King eigentlich?

Von der McDonalds-Imitation zu einer der größten Fast-Food-Ketten: Die Geschichte von Burger King

Burger King hat seine Wurzeln im Jahr 1953: Die Geschäftsleute Keith Kramer und Matthew Burns eröffnen ein Schnellrestaurant in Jacksonville im Bundesstaat Florida mit dem Namen Insta-Burger King. Die Inspiration für dieses Konzept war McDonalds. Als Teil ihres Restaurants kaufen sie die Rechte an einer speziellen Grill-Maschine „Insta-Broiler“, von der sich auch der erste Name ableitet.

1954 kaufen James McLamore und David Egerton ein Insta-Burger King Franchise Filiale in Miami und kürzen den Namen auf Burger King. In ihrem Geschäft nutzen sie einen Flammengrill und bieten neben Hamburgern und Pommes auch Limonaden und Milchshakes an. Den ersten Whopper verkaufen sie 1957, der zum Aushängezeichen des Unternehmens wird. 10 Jahre später hat Burger King 274 Filialen mit circa 8.000 Angestellten.

Der US-amerikanische Lebensmittelkonzern Pillsbury übernimmt 1967 die Kette und expandiert international. Der erste europäische Burger King eröffnet 1975 in Madrid. Im selben Jahr starten sie mit dem Drive-in-Konzept, was sich bis heute bewährt. Ein Jahr später findet Burger King seinen Weg nach Deutschland und das erste Geschäft eröffnet 1976 in Berlin am Kurfürstendamm. Danach wechselt die Fast-Food-Kette mehrfach die Besitzer, bis es 2006 an die Börse geht.

2005 gründen die Geschäftsführer von Burger King die Have it your way Foundation, die später zur McLamore Foundation umbenannt wird. Durch diese Stiftung setzt sich Burger King das Ziel, karitative Einrichtungen und Aktivitäten im Unternehmen zu fördern. Dies erfolgt durch die Sammlung weltweiter Spenden.

Durch die Wirtschafts- und Finanzkrise macht Burger King große Verluste, bis sie 2014 von der brasilianischen Investmentfirma 3G Capital gekauft werden. Die Firma strukturiert das Unternehmen um und nimmt es für zwei Jahre von der Börse. Bis heute gehört Burger King zu 3G Capital, die auf nachhaltiges und langfristiges Wachstum ausgerichtet sind.

Seit 2012 arbeitet Burger King mit Room to Read zusammen, einer Organisation, die Bibliotheken und Bildungseinrichtungen in Entwicklungsländern eröffnet hat, um Lese- und Schreibfähigkeiten zu fördern. Burger King möchte so gemeinnützige Tätigkeiten fördern, um die Welt positiv zu verändern. Mit dem Kauf des kanadischen Donut-Anbieters Tim Hortons im Jahr 2014 schließt sich Burger King seinen Rivalen Subway, McDonalds und Yum Brands an und gehört nun zu den größten Systemgastronomieketten der Welt.

2020 erweitert Burger King sein Sortiment auf vegetarische und vegane Burger. Als erste Fast-Food-Kette schafft es Burger King die Plant-based Nuggets, also eine Nugget-Alternative, die auf Pflanzen basiert, einzuführen. In Deutschland hat Burger King heute circa 750 Restaurants, die von rund 130 unabhängigen Franchisenehmer*innen geführt werden. Damit zählt Deutschland zu einem der wichtigsten Märkte der Fast-Food-Kette.

Arbeiten bei Burger King

Sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Studierende haben die Möglichkeit, sich vor Antritt eines Studiums oder einer Ausbildung bei Burger King mit der Arbeit der Fast-Food-Kette vertraut zu machen. Klassische Nebenjobs bietet Burger King in den Bereichen Küche, Service, Kasse oder als Reinigungskraft an. Freiwillige Praktika und Pflichtpraktika können sowohl in Restaurantfilialen als auch in der Zentrale in Hannover absolviert werden. Sowohl für Praktikant*innen als auch für Werkstudent*innen sind folgende Arbeitsbereiche möglich:

  • Controlling
  • Marketing
  • Personal
  • Verwaltung
  • Qualitätssicherung

Das Gehalt von Werkstudentinnen und Werkstudenten richtet sich nach ihrer Tätigkeit und kann zwischen 800 Euro und 1.700 Euro brutto im Monat liegen. Bezahlte Praktikant*innen verdienen je nach Arbeitsbereich zwischen 400 Euro und 1.100 Euro im Monat.

Ausbildung bei Burger King

Bei Burger King können Interessent*innen eine Ausbildung zum Fachmann bzw. zur Fachfrau für Systemgastronomie oder zur Fachkraft im Gastgewerbe in der Systemgastronomie beginnen.

Die Ausbildung zum Fachmann bzw. zur Fachfrau für Systemgastronomie dauert in der Regel drei Jahre, kann aber durch einen guten Realschulabschluss oder Abitur auf zwei Jahre verkürzt werden. Die Ausbildungsinhalte umfassen unter anderem Produkt- und Hygienekontrolle, Gästebetreuung und Einkaufsmanagement. Zum Ausbildungsbeginn müssen die Interessent*innen mindestens 18 Jahre alt sein und über gute Deutsch-, Englisch- und Mathematikkenntnisse verfügen. Zudem sollten Fachleute für Systemgastronomie bereit für Wochenends- und Schichtarbeit sein. Da Burger King ständig nach neuen Auszubildenden sucht, können sich Interessierte zu jedem Zeitpunkt online bewerben. Nach Abschluss der Ausbildung stehen die Chancen für eine Übernahme laut Burger King sehr gut.

Die Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe in der Systemgastronomie dauert nur zwei Jahre. Sie hat einen operativen Schwerpunkt und beinhaltet Aufgaben wie die Planung von Festen und Feiern, Zubereiten und Servieren von Speisen und die Annahme und Kontrolle von Warenlieferungen.

Da Burger King Mitglied im Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) ist, ist das jährlich steigende Ausbildungsgehalt festgelegt. Im ersten Lehrjahr erhalten Auszubildende 901 Euro brutto. Im zweiten Lehrjahr steigt das Gehalt auf 1.006 Euro und im dritten Ausbildungsjahr erhalten sie 1.123 Euro im Monat. Nach Abschluss der Ausbildung liegt das monatliche Gehalt von Fachkräften für Systemgastronomie ungefähr zwischen 1.800 Euro und 2.000 Euro brutto.

Burger King bietet seinen Auszubildenden die Möglichkeit, an Landesmeisterschaften der Systemgastronomie teilzunehmen. Die Gewinner*innen können bei den nationalen Azubi-Awards der Systemgastronomie mitmachen. Dabei messen sie sich mit Auszubildenden aus ganz Deutschland und können Preise gewinnen. Außerdem veranstaltet Burger King Azubidays, bei denen sich Auszubildende durch Vorträge, Workshops und Wettbewerbe intern weiterbilden können.

Studium bei Burger King

Abiturient*innen können bei Burger King das duale Studium Food Franchise Management (B.A.) absolvieren. Den Studiengang gibt es seit 2018 und er lief bis 2022 noch unter dem Namen „Systemgastronomie-Management“. Im Rahmen des Studiums können die Studierenden einen Doppelabschluss als Fachmann bzw. Fachfrau für Systemgastronomie und einen Bachelor of Arts erwerben. Dies erfolgt durch abwechselnde Theorie- und Praxisphasen im kaufmännischen Bereich. Die Partnerhochschulen von Burger King sind unter anderem die Hochschule Emden Leer in Ostfriesland, die Internationale Hochschule (IU) in Bremen, die Jade Hochschule in Wilhelmshaven oder die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Nach Abschluss können die Studierenden eigene Restaurants führen oder beispielsweise im Marketing, Vertrieb, Controlling und Qualitätsmanagement arbeiten.

Burger King bietet keine regelmäßigen Traineeprogramme an. Im Juli 2014 konnten sich jedoch Studierende für das Burger King Management Trainee Programm bewerben, bei dem rund 20 Trainee-Ausbildungsplätze im europäischen, nah-östlichen und afrikanischen Wirtschaftsraum angeboten wurden. In 12 Monaten lernten die Teilnehmer*innen die verschiedenen Unternehmensabteilungen kennen und konnten somit einen direkten Einstieg in das Management erlangen.

Jobs und Gehalt bei Burger King

Sowohl Berufsanfänger*innen als auch Fachexpert*innen können bei Burger King einen Job finden. Diese können sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit ausgeübt werden. In folgenden Bereichen bietet Burger King Stellenangebote an:

  • Buchhaltung
  • Customer-Relationship-Management
  • Gastronomie
  • Logistik
  • Marketing
  • Personalmanagement
  • Vertrieb

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und orientieren sich an der Arbeit in der Restaurantfiliale oder einer Zentrale. Entsprechend variiert auch das Gehalt, welches von der Tarifgruppe des Bundesverbands für Systemgastronomie abhängt, der man zugeordnet ist. Es folgt eine Auflistung einiger Berufe mit möglicher jährlicher Gehaltsspanne:

Zusätzlich zu den Gehaltszahlungen bietet Burger King Sportangebote, Team-Aktivitäten und ein modernes Arbeitsumfeld mit kurzen Entscheidungswegen. Darüber hinaus ermöglichen sie ihren Mitarbeitenden mobiles Arbeiten, Trainings- und Fortbildungsmöglichkeiten und Zuschläge wie Feiertags- und Nachtschichtzuschläge. Burger King wirbt darüber hinaus mit einer konstruktiven Teamatmosphäre und damit, dass Mitarbeitende eigene Gestaltungsmöglichkeiten in ihrem Arbeitsalltag haben.

Aktuelle Stellenangebote:

Bruttogehalt:
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden

Burger King als Arbeitgeber: Das halten die Arbeitnehmer vom Unternehmen

Burger King bietet seinen Mitarbeitenden zahlreiche Angebote, die vor allem die Gesundheit und die Teamatmosphäre fördern sollen. Doch wie werden diese Aktionen von den Angestellten wahrgenommen? Und wie bewerten sie ihr Arbeitserlebnis bei Burger King allgemein?

Laut den Portalen zur Unternehmensbewertung durch Arbeitnehmer befindet sich Burger King im unteren Mittelfeld. Dies lässt sich auch aus der Weiterempfehlungsquote erschließen, die sich eher im unteren Drittel befindet. Arbeitnehmer sind sich hinsichtlich positiver Aspekte eher uneinig, dennoch heben viele die Kollegialität und die freie Zeiteinteilung hervor. Praktikant*innen und Werkstudent*innen sind überwiegend auch mit ihrem Gehalt zufrieden.

Die Vollzeit- und Teilzeitangestellten bemängeln die Gehaltshöhe und die Arbeitsbelastung. Zudem merken sie die schlechte Kommunikation an, die vor allem durch das Verhalten der Chefetage zustande kommt. Viele Arbeitnehmer*innen kritisieren darüber hinaus, dass der Arbeitgeber ihnen außer kostenloser Speisen keine weiteren Zusatzleistungen anbietet.

Obwohl Burger King langfristige Arbeitsplätze und Perspektiven bietet, geht die Wahrnehmung der Mitarbeitenden eher in eine negative Richtung. Die mangelnde Bezahlung, die hohe Arbeitsbelastung und die fehlenden Extraleistungen bieten dem Unternehmen Spielraum für Verbesserungen.

Quellen:

Ausbildungsstellen.de

Bundesverband-systemgastronomie.de

Burgerking.de

Burgerking-norden.de

Glassdoor.de

Kununu.com

thebalancesmb.com

Welt.de