*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Commis de Rang

Datenbasis: 52 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.198 € 1.616 € 1.904 €
Baden-Württemberg 1.318 € 1.778 € 2.095 € Jobs Commis de Rang
Bayern 1.165 € 1.623 € 1.852 € Jobs Commis de Rang
Berlin 1.318 € 1.603 € 1.699 € Jobs Commis de Rang
Brandenburg 913 € 1.231 € 1.450 € Jobs Commis de Rang
Bremen 1.151 € 1.553 € 1.830 € Jobs Commis de Rang
Hamburg 1.271 € 1.714 € 2.019 € Jobs Commis de Rang
Hessen 1.239 € 1.671 € 1.969 € Jobs Commis de Rang
Mecklenburg-Vorpommern 810 € 1.093 € 1.288 € Jobs Commis de Rang
Niedersachsen 1.190 € 1.517 € 1.632 € Jobs Commis de Rang
Nordrhein-Westfalen 1.426 € 1.616 € 1.902 € Jobs Commis de Rang
Rheinland-Pfalz 1.101 € 1.485 € 1.750 € Jobs Commis de Rang
Saarland 1.139 € 1.537 € 1.811 € Jobs Commis de Rang
Sachsen 921 € 1.243 € 1.465 € Jobs Commis de Rang
Sachsen-Anhalt 903 € 1.218 € 1.435 € Jobs Commis de Rang
Schleswig-Holstein 1.052 € 1.419 € 1.672 € Jobs Commis de Rang
Thüringen 936 € 1.263 € 1.488 € Jobs Commis de Rang

Commis de Rang:

1. Gehalt

Als Commis de Rang liegt das deutschlandweite Gehalt bei 1.616 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 52 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.198 € beginnen, Commis de Rang in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 1.904 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.419 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 1.778 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Commis de Rang in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.616 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.616 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.631 Euro brutto
  • 40 Jahre = 1.426 Euro brutto
  • 45 Jahre = - Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.163 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.615 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 1.633 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 1.634 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Commis de Rang ist eine alternative Bezeichnung für Restaurantfachmann /-frau. Und zum/zur Restaurantfachmann /-frau wird man im Rahmen einer dreijährigen Ausbildung. Während der Lehre stehen die folgenden Themen auf dem Ausbildungsplan:

  • professioneller Umgang mit Gästen, Empfang, Betreuung, Information, Bedienung,
  • Einsatz, Reinigung, Prüfung von Gütern und Geräten,
  • Zubereitung einfacher Speisen (auch am Tisch),
  • korrekter Service (zum Tisch und am Tisch),
  • Prüfung und Bestellung von Waren,
  • Pflege und Reinigung der Gasträume,
  • Planung, Vor- und Nachbereitung von Verkaufs- und Beratungsgesprächen,
  • Organisation von Veranstaltungen,
  • Organisation und Ausführung von definierten Arbeitsschritten.

Im Bereich der Gastronomie und Hotellerie gibt es alternative Ausbildungsberufe wie beispielweisen den/die Hotelkaufmann /-frau, den/die Fachmann /-frau für Systemgastronomie und den/die Hotelkaufmann /-frau. Bei diesen verwandten Berufsgruppen ist der Service die Parallele. Doch auch zur Ausbildung zum Koch oder zur Köchin gibt es Parallelen, die sich in der Zubereitung von Speisen zeigen.

Restaurantfachleute oder Commis de Rang haben zahlreiche Möglichkeiten, sich im Beruf weiter zu qualifizieren. Während der Ausbildung werden in aller Regel die verschiedenen Aufgabenbereiche durchlaufen – und wer sich durch besondere Qualifikation hervortut, kann sich auch nach Abschluss der Ausbildung in den Bereichen A-la-carte-Service, Veranstaltungsmanagement, Barservice, Catering, Etagenservice, Frühstücksservice, Partyservice oder Dekoration im Beruf weiterbilden.

Darüber hinaus gibt es wie in den meisten Berufsgruppen auf eine klassische Weiterbildung, die in diesem Fall die zum/zur Betriebsleiter /-in der Fachrichtung Hotel und Gaststätten ist. Diese Fortbildung gliedert sich in einen fachrichtungsbezogenen und einen übergreifenden Lernbereich. Dabei stehen die folgenden Fächer auf dem Stundenplan:

  • Fachrichtungsspezifische Inhalte: Tagungsmanagement, Beherbergungsmanagement, Bewirtungsmanagement, Produktentwicklung, Marketing, Budgetmanagement, Dienstleistungslogistik, Organisation von Hotels und Gaststätten, Qualitätsmanagement, technischen Kommunikation,
  • Inhalte der allgemeinen Fortbildung: Kommunikation, Deutsch, Englisch, Gesellschaftslehre, Politik, Betriebswirtschaft, Personalwirtschaft.

Diese Weiterbildung dauert in der Regel zwei Jahre. Weitere Fort- und Weiterbildungen, die ranghöhere Positionen anstreben, sind nun ebenfalls möglich. Wer eine Ausbildung zum/zur Restaurantfachmann /-frau gemacht hat, ist als Commis de Rang tätig und hat die Chance, zum Demichef de Rang oder zum Chef de Rang aufzusteigen. Die dabei erworbene Hochschulzugangsberechtigung lässt sich dazu nutzen, ein entsprechendes Studium anzuschließen.

3. Studium

Ein in der Branche oft gewähltes Studienfach ist das Studium des Hotel- und Tourismusmanagements, welches als grundständiges und als weiterführendes Studium angeboten wird und die folgenden Studieninhalte behandelt:

➤ grundständiges Studium: Rechnungswesen, Destinationsmanagement, Regionalentwicklung, Englisch, Geschäftstourismus, BWL, Mikro- und Makroökonomie, Tourismusmanagement, Hotelmanagement, Innovation und Marketing, Entwicklung von Organisationen, Management von Prozessen, Fach- und Reiserecht, Tourismusmarketing, Unternehmenskommunikation und -führung, Event- und Veranstaltungsmanagement,

➤ weiterführendes Studium: Controlling, Dienstleistungsmanagement, E-Business, Wirtschaftsinformatik, Englisch, Interkulturelles Management, International Accounting, Finanzierung, International Marketing, Internationaler Tourismus, Managementkonzepte, Globalisierung und Wirtschaftspolitik, Fremdsprachen (Englisch, Spanisch, Französisch), Business Travel Management, Destinationsmanagement, Eventmanagement, Hotelmanagement, Reiseveranstalter-Management, Verkehrsträger-Management.

Bereits mit Blick auf die Studieninhalte wird klar: Wer ein Studium des Hotel- und Tourismusmanagements abgeschlossen hat, wird nicht mehr als Commis de Rang arbeiten. Managementtätigkeiten gehören dann vorrangig zum Aufgabengebiet. Zudem ist das Studium stark touristisch geprägt, was auch bedeutet, dass es einen internationalen Touch erhält.

Verwandte bzw. alternative Studiengänge, die sich weniger auf den Tourismussektor als vielmehr auf das Event- und Kulturmanagement konzentrieren, sind die folgenden:

  • Event-Management: Angewandte Freizeitwissenschaft, Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Kultur- und Freizeitmanagement, Dienstleistungsmanagement, Event-Management, International Business (Marketing and Event Management), Internationales Event-Management, Messe- /Kongress- /Event-Management, Veranstaltungsmanagement,
  • Kultur-Management: Communication and Cultural Management, Kulturarbeit, Kultur- und Medienmanagement, Kunst- und Kulturmanagement.

Darüber hinaus gibt es noch einen ganz anderen Weg, um mit einem akademischen Grad in der Tasche, Karriere zu machen: Ein Studium des Dienstleistungs- und Servicemanagement, der Unternehmensführung und des Managements, der Betriebswirtschaftslehre, der Unternehmensberatung und der Wirtschaftswissenschaften rückt – wie inhaltlich bereits sehr deutlich wird – die betriebswirtschaftlichen Kenntnisse in den Fokus. Dabei werden Kenntnisse erworben, wie unternehmerisches Planen, Organisieren, Rechnen und Umsetzen funktioniert – und das ist auch in Gastronomie und Hotellerie relevant.

4. Tätigkeit

Commis de Rang sind in Pensionen, Gasthöfen, Hotels und Restaurants tätig. In erster Linie sind sie für den Service an den Gästen zuständig. In der Praxis bedeutet das, dass sie diese bereits an der Tür zum Restaurant begrüßen, sie zum Platz führen, ihnen die Garderobe abnehmen und fortan für ihr leibliches Wohl sorgen. Neben der Bedienung der Gäste gehört auch die qualifizierte Information über aktuelle Angebote zu ihren Aufgaben und manchmal werden Commis de Rang auch um eine Empfehlung für ein passendes Getränk gebeten.
Neben dem Service an den Kunden sind Commis de Rang auch für den Gastraum zuständig. Dieser muss nicht nur sauber und ordentlich sein, sondern auch einladend dekoriert werden. Besonders bedeutend ist die Aufgabe, wenn große Feierlichkeiten anstehen, wie Hochzeiten oder Geburtstage, bei denen Commis de Rang auch für die Organisation verantwortlich zeichnen.

In Deutschland zählt der Beruf des Kellners zu den eher schlechtbezahlten Berufen. Der Verdienst ist verhandelbar, aber regional abhängig. Es gibt einige Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen, welche das Einstiegsgehalt positiv beeinflussen. Zum Durchschnittsgehalt kommt ein Trinkgeld hinzu, das abhängig vom Niveau des Lokals und der Einsatzbereitschaft des Kellners ist.

Zur Info: In der Gastronomie herrschen hierarchische Strukturen. Dies sieht man auch am Aufbau der Kellnerbrigade. An oberster Stelle steht der Maitre d´hotél, dem die Serviceleitung, die Bankettleitung und die Restaurantleiter direkt unterstellt sind. Im Restaurant direkt herrscht folgende Hierarchie: zuerst kommt der 1. Oberkellner, danach der Chef de Rang (der stellvertretende Oberkellner), welcher als Stationskellner fungiert. Seien Vertretung wird als Demi Chef de Rang bezeichnet.
Auf der nächsten Stufe steht der Commis de Rang, der Jungkellner. Danach folgen der Chef d´etage, Chef de bar und der Sommelier, der Weinkellner.