*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Leiter Rechnungswesen

Datenbasis: 56 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.730 € 4.834 € 8.057 €
Baden-Württemberg 3.004 € 5.319 € 8.865 € Jobs Leiter Rechnungswesen
Bayern 2.905 € 5.144 € 8.574 € Jobs Leiter Rechnungswesen
Berlin 2.554 € 4.523 € 7.539 € Jobs Leiter Rechnungswesen
Brandenburg 2.079 € 3.682 € 6.137 € Jobs Leiter Rechnungswesen
Bremen 2.623 € 4.645 € 7.742 € Jobs Leiter Rechnungswesen
Hamburg 3.299 € 5.841 € 9.735 € Jobs Leiter Rechnungswesen
Hessen 3.160 € 5.595 € 9.325 € Jobs Leiter Rechnungswesen
Mecklenburg-Vorpommern 2.007 € 3.553 € 5.922 € Jobs Leiter Rechnungswesen
Niedersachsen 2.260 € 3.868 € 4.034 € Jobs Leiter Rechnungswesen
Nordrhein-Westfalen 3.906 € 4.785 € 7.324 € Jobs Leiter Rechnungswesen
Rheinland-Pfalz 2.685 € 4.754 € 7.924 € Jobs Leiter Rechnungswesen
Saarland 2.596 € 4.597 € 7.662 € Jobs Leiter Rechnungswesen
Sachsen 2.100 € 3.718 € 6.197 € Jobs Leiter Rechnungswesen
Sachsen-Anhalt 2.058 € 3.644 € 6.074 € Jobs Leiter Rechnungswesen
Schleswig-Holstein 2.397 € 4.245 € 7.075 € Jobs Leiter Rechnungswesen
Thüringen 2.134 € 3.778 € 6.297 € Jobs Leiter Rechnungswesen

Leiter / Leiterin Rechnungswesen:

1. Gehalt

Als Leiter Rechnungswesen liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.834 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 56 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.730 € beginnen, Leiter im Rechnungswesen in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 8.057 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 4.245 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 5.319 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Leiter Rechnungswesen in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.734 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.863 Euro brutto
  • 35 Jahre = 5.680 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.266 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.713 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.965 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.533 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 5.566 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.315 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um Leiter /-in des Rechnungswesens zu werden, gibt es ganz verschiedene Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Grundsätzlich aber gilt, dass nach einer dualen Ausbildung eine Weiterbildung folgen muss, um sich für diesen Beruf zu qualifizieren.

Dabei steht eine ganze Reihe an kaufmännischen Berufen als Ausbildungsmöglichkeit auf der Auswahlliste:

- Wer sich bereits für eine Branche entschieden hat, in die er /sie später einsteigen will, der kann bereits mit einer entsprechenden Ausbildung sowohl kaufmännische als auch branchenspezifische Kenntnisse erwerben. Folgende Berufe seien hier als kleine Auswahl genannt: Tourismuskaufmann /-frau, Kaufmann /-frau im Gesundheitswesen, Immobilienkaufmann /-frau, Reiseverkehrskaufmann /-frau, Kaufmann /-frau für Speditions- und Logistikdienstleistungen, Hotelkaufmann /-frau, Informatikkaufmann /-frau, Personaldienstleistungskaufmann /-frau, Medienkaufmann /-frau

- Wer im kaufmännischen Bereich seine Zukunft sieht, ohne sich bereits während der Ausbildung in einer speziellen Branche zu qualifizieren, der wird eine der folgenden kaufmännischen Ausbildungen absolvieren: Bürokaufmann /-frau, Industriekaufmann /-frau, Kaufmann /-frau für Bürokommunikation, Kaufmann /-frau für Büromanagement, Kaufmann /-frau für Marketingkommunikation

- Wer bereits genau weiß, dass er auch im späteren Berufsleben viel mit Zahlen arbeiten möchte, sollte sich eine der folgenden Ausbildungsberufe auswählen: Bankkaufmann /-frau, Versicherungskaufmann /-frau, Kaufmann /-frau für Versicherungen und Finanzen

Nach der Ausbildung wird eine entsprechende Fortbildung angeschlossen. Dabei sind die Weiterbildung zum /zur Fachwirt /-in oder alternativ zum /zur Betriebswirt /-in die gängigsten Varianten einer Weiterbildung nach der Ausbildung.

Neben branchenspezifischen Inhalten werden in der Aufstiegsfortbildung zum /zur Fachwirt /-in Kenntnisse in Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, Verkauf, Management, Organisation, Marketing, Werbung und Personalwirtschaft vermittelt. Ausgelernte Fachwirte /-innen sind Führungs- und Fachkräfte in der Branche. Wird eine Fachwirtausbildung in derselben Branche wie die der Ausbildung angestrebt, ist ein Jahr Berufspraxis Voraussetzung zur Lehrgangsteilnahme.

Unternehmensrecht, Finanzwirtschaft, Bilanz- und Steuerpolitik, Wirtschaftsbeziehungen, Mitarbeiter- und Unternehmensführung sowie Marketing gehören zu den Inhalten, die ein /-e angehende /-r Betriebswirt /-in zu erlernen hat. Ziel ist die Weiterbildung im Hinblick auf einen speziellen Funktionsbereich. Als Betriebswirt /-in ist auch der Gang an eine Universität möglich.

3. Studium

Ein betriebswirtschaftliches Studium ist das A und O auf dem Weg zum /zur Leiter /-in der Abteilung Rechnungswesen. Neben ähnlichen Spezialisierungsmöglichkeiten, die es im Bereich der Aus- und Weiterbildung gibt, ist ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Business Administration das Studienfach mit der geringsten Branchenspezialisierung. Bei branchenspezifischen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen reihen sich neben die klassischen Schwerpunkte eines BWL-Studiums noch branchenspezifische Kenntnisse zum Beispiel der Automobilwirtschaft, der Finanzdienstleistungen, der Verlagswirtschaft des Gesundheitsmanagements, der Immobilienwirtschaft oder des Hotel- und Tourismusmanagements.

Beim Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Business Administration stehen die folgenden Themen auf dem Lehrplan des Bachelorstudiengangs:

  • Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Marketing, Personalführung, Unternehmensführung, Unternehmensorganisation, Wirtschaftsrecht
  • Bilanzierung, Jahresabschluss, Finanzierung, Investition, Kosten- /Leistungsrechnung, Besteuerung, Wirtschaftsmathematik
  • Optionale Wahlmodule sind: Personalmanagement, Marketingmanagement, Projektmanagement, Steuern, Rechnungswesen, Controlling, Wirtschaftspolitik, Außenwirtschaft

Ein Studium, welches noch stärker auf die Themen Finanz- und Rechnungswesen zugeschnitten ist, ist das gleichnamige Studium oder alternativ ein Controlling-Studium. Der Bachelorstudiengang sieht dabei die folgenden Themen vor:

  • Accounting, Taxation, Controlling, Finance, Mathematik, Statistik
  • Betriebswirtschaftslehre, Gesellschafts- /Kapitalmarktrecht, Steuerlehre, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsrecht
  • Optionale Wahlmodule sind: Personalmanagement, Kommunikation, Marketing, Projektmanagement, Finanzmanagement, Unternehmensführung

Eine praxisnahe Alternative zu den genannten Bachelorstudiengängen sind Duale Studiengänge, bei denen sowohl die Inhalte des Studiums an der Dualen Hochschule vermittelt werden, als auch die klassischen Inhalte einer kaufmännischen Ausbildung im Betrieb gelehrt werden.

Grundsätzlich gilt auch in dieser Branche: Je höher der Abschluss, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit auf eine Führungsposition. Für beide vorgestellten Studiengänge gibt es auch ein Masterstudium, welches die bereits erlernten Themen noch einmal explizit vertieft und darüber hinaus noch weitere Spezialmodule wie Strategisches Management, Wirtschaftsprüfung, Marketingforschung und Information Management beim klassischen BWL-Studium vermittelt. Beim Masterstudiengang Finanz- und Rechnungswesen können Themen wie Konzernrechnungslegung, Unternehmens- und Investitionsbewertung, Controlling im Management sowie Internationales Steuerrecht als Module belegt werden. Je finanztechnischer die Themen dabei sind, desto wahrscheinlicher ist eine spätere Anstellung als Leiter /-in im Rechnungswesen.

4. Tätigkeit

Buchhaltung und aller finanziellen Aktionen zuständig. Sie können in allen Wirtschaftsbereichen tätig sein und sind in der Regel für ein Buchhaltungsteam verantwortlich.
Weitergehend befassen sie sich mit der Erstellung und Auswertung von Monats-, Quartals- und Jahresabschlüssen. Darüber hinaus leiten sie Mitarbeiter und Mitarbeiter an und überwachen und verwalten die Stammdaten des Unternehmens. Budget- und Kostenplanung fallen ebenso in ihr Aufgabengebiet.

Leiter /-innen des Finanz- und Rechnungswesens müssen die Aufgaben beherrschen, die Sie in der Abteilung auch überprüfen und dazu gehören die folgenden Teilaufgaben:

  • Überwachung des Zahlungsverkehrs (Zahlungseingänge, Zahlungsausgänge)
  • Dokumentation und Verwaltung unternehmerischer Stammdaten
  • Erstellung von Monats-, Quartal-, Jahresabschlüssen
  • Budget- und Kostenplanung, Erstellung von Finanzplänen
  • Beratung der Unternehmensführung in steuerrechtlichen und finanzwirtschaftlichen Fragen
  • Optimierung interner Abläufe in Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen
  • Ansprechpartner bei Lohnsteuer-, Sozialversicherungs- und Betriebsprüfungen
  • Planung des Mitarbeitereinsatzes inklusive Schulung und Führung
  • als Schatzmeister das Finanzmanagement des Unternehmens führen