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Gehalt in Österreich - in der Life Science-Branche sieht's für Frauen schlecht aus

In einigen Branchen differieren die Gehälter in Österreich – ähnlich wie auch in Deutschland - recht stark zwischen Frauen und Männern. Zweifelsohne zählt die Life Science-Branche (z. B. Medizin, Biologie, Biochemie) mit dazu,denn hier liegt das Gehalt in Österreich bei den Frauen im Durchschnitt 26 Prozent niedriger als bei den Männern. Das fixe Bruttojahreseinkommen weiblicher Führungskräfte liegt bei 82.600 Euro, das der Männer beträgt 112.000 Euro! Doch nicht nur das Gehalt in Österreich ist bei den weiblichen Arbeitnehmern der Life Science-Branche um einiges niedriger, als das der männlichen Kollegen. Es sind auch grundsätzlich weniger Frauen in Führungspositionen tätig. Nur jede dritte Stelle auf Geschäftsführungsebene ist weiblich besetzt. Die Frauen haben im Marketing und Sales Bereich, in dem nur 11 Prozent Männer tätig sind, die Nase mit 40 Prozent vorn.

Gehälter in Österreich – für die Frauen ist Bio und Co. ein Verlustgeschäft

Dieses Ergebnis brachte eine Studie von Mediatum durchgeführte Studie zutage. Die auf die Life Science-Branche spezialisierte Personalberatung untersuchte die Fixgehälter der ersten drei Managementebenen. Dass die Gehälter in Österreich in der Life Science-Branche zwischen den Geschlechtern um 26 Prozent differieren ist immens, da diese Zahl sogar den EU-Strukturindikator toppt, der bei 25,4 Prozent liegt. Selbst Ulrike Ischler, die Studieninitiatorin, zeigte sich überrascht, hatte sie nach eigener Aussage allenfalls mit einer Differenz von zehn bis zwanzig Prozent gerechnet.

Gehalt in Österreich – auf variabler Basis halbwegs im Lot

So krass, wie sich die Vergütungsunterschiede hinsichtlich fixem Gehalt in Österreich präsentieren, so annähernd gleich stellen sich die variablen Vergütungen und Benefits zwischen Frauen und Männern dar. Egal ob Dienstwagen, Laptop, Handy oder private Pensionskasse, hier liegen die Frauen mit 83 Prozent sogar ein wenig vor den Männern, von denen 79 Prozent Anspruch auf variable Vergütung haben. Wenig geschlechterspezifische Unterschiede gibt es zudem bei den sonstigen Zusatzleistungen, die 83 Prozent der Frauen und 89 Prozent der Männer. Dass eine Gehaltsoffenlegung in der Life Science-Branche zur Angleichung der Gehälter führen könnte, daran glauben weder die befragten Frauen noch die Männer, wobei die Frauen einer Offenlegung positiv gegenüberstehen.