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Deutsche machen Milliarden Überstunden

Der Aufschwung macht sich nicht nur anhand der gesunkenen Arbeitslosenzahlen bemerkbar, sondern auch für die Arbeitnehmer, die bereits in einem festen Angestelltenverhältnis standen. 2010 haben sie bis zu 15 Prozent mehr Zeit am Arbeitsplatz verbracht, im Vergleich zum Vorjahr. Experten schätzen zudem, dass die Zahl der unbezahlten Überstunden ähnlich hoch ist wie die, die vergütet werden.

Insgesamt werden bis zu 2,5 Milliarden absolvierte Überstunden geschätzt. Dies betrifft in erster Linie Vollzeitstellen. Für Teilzeitbeschäftigte gelten Sonderregelungen, die eigens vertraglich festgelegt werden müssen. Überstunden dürfen hier nur im absoluten Notfall gemacht werden, da der Teilzeitbeschäftigte seine Arbeitskraft lediglich für eine vorher bestimmte Zeit zur Verfügung stellt. Die Möglichkeit der Mehrarbeit muss hier zuvor vertraglich festgehalten sein.

Im Vergleich zu anderen Ländern befinden sich die Deutschen damit in der Spitzengruppe. Der Durchschnittswert von 35,7 Stunden ist auf etwa 41,5 Stunden gestiegen. In einem Ranking des OECD (Stand: September 2010) steht Deutschland auf Rang vier von 30 Ländern. Absoluter Spitzenreiter der Workaholics sind die Koreaner mit durchschnittlich 49,4 Stunden Arbeit/Woche. Dem folgen Korea mit 46,6 und Griechenland mit 42,5 Stunden.

In den Niederlanden wird im Schnitt am wenigsten gearbeitet. Nur gut 30,6 Stunden verbringen die Arbeitnehmer durchschnittlich an ihrem Arbeitsplatz. In Dänemark wird mit 33 Stunden nur geringfügig mehr gearbeitet.

Quelle: Welt Online