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Was verdient man bei Rossmann?

Wie ist das Rossmann Gehalt?

Mit über 2.000 Märkten und einem Jahresumsatz von 7,6 Milliarden Euro allein in Deutschland gehört Rossmann zu den Schwergewichten im Drogeriesektor hierzulande. 33.400 Beschäftigte arbeiten bei der Drogeriekette. Das sind 33.400 Gründe, sich einmal genauer anzuschauen, wie die Gehälter, Jobs und Benefits bei dem niedersächsischen Unternehmen aussehen.

Rossmann: Der erste Drogerie-Discountmarkt

Die Dirk Rossmann GmbH ist die zweitgrößte Drogeriekette in Deutschland und mit 60 Prozent der Anteile im Besitz der Familie Rossmann ein inhabergeführtes Unternehmen. Der heute als ‚Pionier des Drogeriemarktes‘ bekannte Dirk Rossmann eröffnete in Hannover am 17. März 1972 im Alter von nur 25 Jahren sein erstes Drogeriegeschäft. Der gelernte Drogist nannte seinen Laden „Markt für Drogeriewaren“ – der erste Drogerie-Discountmarkt Deutschlands war entstanden. Vier Jahre später waren aus dem einem Markt bereits 20 geworden und zehn Jahre nach Unternehmensgründung gab es bereits 100 Filialen in Norddeutschland. Damit war Rossmann zu diesem Zeitpunkt Marktführer im Norden der Bundesrepublik. Nach dem Fall der Mauer expandierte das Unternehmen ab 1990 flächendeckend nach Ostdeutschland und eröffnete hier innerhalb von zwei Jahren 120 neue Märkte. Noch im selben Jahrzehnt begann außerdem die Expansion ins Ausland. 1993 wurden die ersten Drogeriemärkte in Polen und Ungarn eröffnet. Heute findet man zudem in Tschechien, Albanien, im Kosovo und in der Türkei Rossmann-Filialen. Inzwischen beschäftigen die Hannoveraner 56.200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen weltweit, 22.800 davon in den sechs Auslandsgesellschaften.

Der Sortiment-Fokus liegt auf regulären Drogeriewaren der Bereiche Körper- und Hautpflege, Genuss- und Lebensmittel, Putz-, Wasch- und Reinigungsmittel, Babypflege sowie Haarpflege. Darüber hinaus bieten die Drogerie-Discountmärkte von Rossmann auch ein breites Angebot an Naturkostprodukten, ein vielfältiges Weinsortiment und Fotoservices. Je nach Größe der jeweiligen Filiale finden sich auch Spiel- und Schreibwaren und eine Parfüm-Abteilung.

Allein auf dem Markt ist Rossmann allerdings nicht. Der Konkurrenzkampf mit dm spitzt sich seit der Schlecker-Pleite immer weiter zu. Rossmann und dm, die beiden großen Konkurrenten der Branche, ringen um die Markt- und Preisführerschaft. Rossmann geht dies mit einer offensiven Aktionspolitik an, fokussiert sich dabei vermehrt auf das Biogeschäft und setzt auf die Topmarke Alnatura. Eine nicht ganz unproblematische Partnerschaft: Schließlich war Alnatura jahrelang fest mit dem großen Wettbewerber dm verbunden, ­bevor diese sich im Streit trennten.

Wie viele andere Branchen, kann auch ein Drogerie-Gigant die Digitalisierung nicht ignorieren. Deshalb soll das Online-Geschäft von Rossmann in naher Zukunft weiter ausgebaut werden ­– noch spielt dieses in Sachen Umsatz allerdings keine große Rolle.

Welche Jobs und Karrieremöglichkeiten gibt es bei Rossmann?

Die Drogerie-Kette bietet nicht nur eine ganze Reihe an Jobs, sondern auch zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten. Ein Schülerpraktikum ist beispielsweise in der Zentrale, der Logistik oder im Vertrieb möglich. Wer die Schule bereits abgeschlossen hat, sich beruflich jedoch noch orientieren möchte, kann dies bei Rossmann ebenfalls durch ein Praktikum tun. Die Dauer variiert in diesem Fall. Außerdem wird ein Kooperationsvertrag mit dem jeweiligen Maßnahmenträger bzw. Bildungsträger benötigt. In diesem Fall lässt sich ein Praktikum in der Zentrale, in der Logistik oder direkt in einem Drogeriemarkt absolvieren.

Der klassische Weg nach dem Schulabschluss führt die meisten jungen Menschen in eine Berufsausbildung oder ein Studium. Auch der erste Drogerie-Discounter Deutschlands bietet für beide Fälle etwas an. Zu möglichen Berufsausbildungen bei Rossmann zählen:

Die Übernahmequote liegt bei über 80 Prozent und für das aktuelle Jahr bietet der Konzern 700 freie Ausbildungsplätze an. Auch für die akademische Ausbildung bietet das Hannoveraner Unternehmen Perspektiven – in Form eines dualen Studiums. Möglich sind hier Studiengänge der Fachrichtungen Handel oder Logistik (beides Bachelor of Arts) sowie der Fachrichtung Wirtschaftsinformatik (Bachelor of Science). Stimmen die Leistungen, ist eine Übernahme garantiert. Neben dual Studierenden gibt es auch eine ganze Menge Werkstudenten. Diese studieren ‚hauptberuflich‘ eigenständig und arbeiten parallel bis zu 20 Stunden in der Woche für Rossmann. Pro Arbeitsstunde zahlt die Drogeriekette 13 bis 14 Euro.

Wer sein Studium abgeschlossen hat, kann gleich in mehreren Bereichen bei Rossmann als Trainee beginnen. Dauert das Traineeship in der Logistik und im Vertrieb jeweils 18 Monate, sind es in der Zentrale lediglich 12. Während alle zentralen Abteilungen des Unternehmens durchlaufen werden, steuern und gestalten die Trainees eigene Projekte. Ein bzw. eine Trainee verdient ca. 37.000 – 41.000 Euro brutto im Jahr.

Gehälter bei Rossmann

Auch wenn das Unternehmen nach eigenen Angaben nach Tarif bezahlt, ist Rossmann kein Mitglied im Arbeitgeberbund und nicht tarifgebunden. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie eine Betriebsrente (Rossmann-Rente) gibt es allerdings dennoch. Die verbreitetsten Jobs bei Rossmann sind die der Verkäufer und Kassiererinnen. Diesen zahlt der Drogeriemarkt einen Stundenlohn, der sich zwischen dem Mindestlohn (aktuell 9,35 Euro) und 17 Euro bewegt. Umgerechnet sind dies 19.448 bis 35.360 Euro brutto im Jahr. Allerdings muss bedacht werden, dass viele der Verkäuferinnen und Kassierer Teilzeitkräfte sind und damit unter dem berechneten Bruttojahreslohn bleiben.

Bei Rossmann sind neben den Verkaufskräften in den Märkten eine ganze Menge Menschen in anderen Jobs tätig, wie die oben genannte Liste der Berufsausbildungen bereits zeigt. Wie viel jeder und jede Einzelne hier genau verdient, ist schwierig zu sagen, nachfolgend haben wir jedoch eine Liste mit exemplarisch ausgewählten Stellen und ihrem Jahresbruttogehalt bei Rossmann zusammengestellt:

Rossmann als zukünftiger Arbeitgeber?

Die niedersächsische Drogeriemarktkette tut einiges, um potenziellen und bereits zugehörigen Beschäftigten Anreize, Ausgleiche und Perspektiven zu bieten. Beispielsweise unterhält Rossmann seit 1980 ein hauseigenes Seminarzentrum für Aus- und Weiterbildungen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Dieses befindet sich in der Lüneburger Heide und wird über alle Unternehmensbereiche hinweg als Ort der Weiterbildung und Begegnung umfangreich genutzt. Außerdem gibt es neben Vergünstigungen wie einer Rabattkarte, Mitarbeiterpaketen mit neuesten Drogerieartikeln oder einem Geburtstagsgutschein übergreifende Vorteile wie einen Betriebsrat und einen Betriebsarzt zur Gesundheitserhaltung.

Rossmann als Arbeitgeber weiterempfehlen würden derzeit lediglich 66 Prozent der Mitarbeitenden, knapp jeder dritte Angestellte würde dies also nicht tun. Ein durchwachsenes Bild, das sich ähnlich in diversen Bewertungsportalen widerspiegelt. Besonders Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Verkauf klagen über hohen Leistungsdruck, schwierige Kunden und Stress. Es gibt auf der anderen Seite aber auch einige Stimmen, auch aus dem Verkauf, die viel Positives berichten. Unter Schülern und Schülerinnen ist das Bild hingegen eindeutig: Hier gilt Rossmann als attraktiver Arbeitgeber. Das besagt zumindest die trendence Umfrage für Schüler 2018. Ob Rossmann der passende Arbeitgeber ist, gilt es individuell zu betrachten. Gerade in den einzelnen Filialen hängen Arbeitsklima und Wohlfühlfaktor erfahrungsgemäß auch stark von Filialleitung sowie Kolleginnen und Kollegen ab.

 

Quellen:

arbeitgeber-ranking.de (trendence)

Glassdoor

Kununu

Rossmann

Ver.di

Welt Online

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