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OBI: Gehalt, Karriere, Jobs beim größten Baumarkt des Landes

Eine Obi-Mitarbeiterin berät im Baumarkt einen Kunden.

Do it yourself (DIY) ist im Trend und davon profitiert auch Deutschlands größte Baumarkt-Kette: Pro Jahr mehr als 200 Millionen interessierte Kunden finden den Weg zu OBI. Die Tengelmann-Tochter mit Hauptsitz in Wermelskirchen bietet als Marktführer hierzulande alle Produkte und Services, die Heimwerker und Handwerker benötigen – darunter Baubedarf, Haushaltswaren, Gartenartikel und Technik. Damit sich die Kunden zwischen den mehr als 60.000 Produkten zurechtfinden, sorgen weltweit 48.000 Mitarbeiter für reibungslose Abläufe und professionelle Beratung in mehr als 660 Märkten, von denen viele als Franchiseunternehmen geführt werden. OBI hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen über verschiedene Kulturen hinweg zu verbinden, und ist neben Deutschland in elf Ländern vertreten, vorrangig in Osteuropa.

Kommt das erfolgreiche OBI-Konzept hierzulande auch den Mitarbeitern zugute? Und wie sieht es mit den Gehältern bei OBI aus? Diese und weitere Fragen beantworten wir in diesem Artikel und werfen zudem einen genaueren Blick auf die Ausbildungsmöglichkeiten und beruflichen Einsatzmöglichkeiten bei OBI.

Die Geschichte von OBI: Mit dem Erfolgskonzept zum modernen Marktführer

Seinen Anfang nimmt die OBI-Geschichte in Hamburg Poppenbüttel, wo die drei Gründer Emil Lux, Manfred Maus und Klaus Birker 1970 den ersten OBI-Markt eröffnen. Der Name OBI geht auf die französische Aussprache des Wortes Hobby zurück und so sind auch die OBI-Kunden bis heute hauptsächlich klassische Heimwerker.

Ihre Inspiration für die Marktidee bekamen die Gründer aus den USA, wo DIY-Märkte bei den Kunden bereits auf großes Interesse gestoßen waren. Die neuen großen Märkte machten es nun möglich, den gesamten Heimwerkerbedarf in einem einzigen Laden zu erwerben, anstatt für jedes Einzelteil das jeweilige Fachgeschäft aufsuchen zu müssen. Dieses Erfolgskonzept exportierte OBI 1991 ins europäische Ausland, indem das Unternehmen in Italien den ersten internationalen Markt eröffnete.

Mit zunehmender Digitalisierung wächst OBIs Konkurrenz auch im Internet, weshalb das Unternehmen seine Online-Präsenz ausbauen möchte. Im eigenen Onlineshop haben die Kunden die Wahl zwischen zahlreichen Produkten, die sie sich innerhalb weniger Tage nach Hause liefern lassen können. Zudem versucht OBI, sich durch zusätzliche Services wie dem Zuschnitt-Service, dem Mietgeräteservice, dem Gartengeräte-Service oder der Handwerker-Vermittlung von seiner Konkurrenz abzuheben.

Über die heyOBI App beraten OBI-Mitarbeiter die Kunden kostenlos online und die App ermöglicht den Kunden zudem, die gewünschten Produkte dank des Markt-Navis problemlos vor Ort zu finden. Um die digitalen Angebote professionell weiterentwickeln zu können, hat OBI die Einheiten OBI next und OBI Smart Technologies gegründet, welche den Aufbau eines Cross-Channel Baumarktes weiter vorantreiben und die dazu notwendigen Technologien bereitstellen sollen.

Ausbildung, Studium und Berufseinstieg bei OBI

Die derzeit etwa 1.400 Auszubildenden und dual Studierenden sind Absolventen verschiedener Schultypen, denn OBI bietet Einstiegsmöglichkeiten für Schüler mit Hauptschulabschluss, mittlerem Schulabschluss, Fachabitur und Abitur. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung stehen die Chancen auf eine Übernahme nach Aussage des Unternehmens gut.

Wer sich für eine Ausbildung oder ein duales Studium bei OBI interessiert, kann durch ein Schülerpraktikum herausfinden, welcher Bereich am besten zu den eigenen Stärken und Interessen passt. Schüler haben die Möglichkeit, die Arbeit im Markt oder in der Zentrale näher kennenzulernen und sich gegebenenfalls für eine der folgenden Einstiegsmöglichkeiten zu entscheiden:

Duales Studium:

Traineeprogramm:

Das Traineeprogramm steht Absolventen und Absolventinnen von Studiengängen der Bereiche Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Informatik offen. Doch bereits zuvor haben Studierende die Möglichkeit, Teil des OBI-Teams zu werden, beispielsweise im Rahmen einer Werkstudententätigkeit, eines Praktikums oder bei der Erstellung der Abschlussarbeit. Werkstudierende werden bei OBI mit einem Stundenlohn von 10 bis 11 Euro entlohnt und Praktikanten können mit einem Lohn zwischen 1.300 und 1.700 Euro im Monat rechnen. Alternativ zum Traineeprogramm ist für Studienabsolventen auch ein Direkteinstieg bei OBI möglich.

Jobs und Gehälter bei OBI

OBI legt besonderen Wert auf die Weiterbildung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und verspricht ihnen spannende Aufgaben sowie beste Aufstiegschancen. Entsprechend hat OBI ein eigenes Seminarprogramm entwickelt und macht den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen die Inhalte digital zugänglich. Zusätzlich stellt OBI ein betriebliches Gesundheitsmanagement bereit und unterstützt bei der Altersvorsorge. OBI versucht sich durch flexible Arbeitszeiten auch für Mitarbeiter mit Familie als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren. Für ihre eigenen Heimwerkerprojekte erhalten die Mitarbeiter Rabatte.

Der bei OBI am häufigsten vertretene Ausbildungsberuf ist der der Einzelhandelskaufleute. Ausbildungsabsolventen in diesem Bereich können in ihrer Berufslaufbahn mit einem Bruttojahresgehalt innerhalb einer Spanne von 19.000 bis 39.800 Euro rechnen – abhängig von Berufserfahrung und Arbeitsstunden. Selbstverständlich bietet OBI aber auch Einsatzmöglichkeiten für Absolventen anderer Ausbildungen und Studiengänge. Die folgende Liste enthält einige exemplarisch ausgewählte Stellen mit ihrem zu erwartenden Jahresbruttogehalt:

Arbeiten bei OBI: So bewerten die Mitarbeiter ihren Arbeitgeber

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind laut OBI das größte Potenzial des Unternehmens. Daher ist es dem Konzern wichtig, sie über Ländergrenzen und Kulturen hinweg miteinander zu verbinden. Gemeinsam sollen die Mitarbeiter für das Ziel arbeiten, OBI in der Position des Marktführers zu festigen. Profitieren auch die Mitarbeiter vom Erfolg der Baumarkt-Kette? Und wie schätzen sie ihre Arbeitsbedingungen ein? Im Folgenden ein genauerer Blick auf einige Kriterien:

Mit 54 Prozent empfiehlt nur ungefähr die Hälfte der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die sich auf Bewertungsportalen für Arbeitgeber geäußert haben, OBI als Arbeitgeber. Dies liegt zu einem großen Teil daran, dass OBI unter Tarif entlohnt. Zusätzlich berichten viele Mitarbeiter von Überstunden und folglich einer unausgeglichenen Work-Life-Balance. Auch die von OBI stark hervorgehobenen Weiterbildungsangebote scheinen nicht jeden Mitarbeiter zu erreichen. Einige Mitarbeiter kritisieren zudem die mangelnde Kommunikation mit nach eigener Wahrnehmung teils inkompetenten Führungskräften sowie den geringen Anteil an Frauen in Führungspositionen.

Allerdings äußern sich auch viele Mitarbeiter positiv, beispielsweise loben sie die Kantine und den guten Zusammenhalt unter den Kollegen. Die Arbeitsplatzausstattung variiert je nach Standort: Während einige Bewertende von modernen Großraumbüros berichten, nehmen andere ihren Arbeitsplatz als veraltet und schlecht ausgestattet wahr. Besonders häufig wird kritisiert, dass OBI, im Gegensatz zu den meisten modernen Großkonzernen, keine Strategie für Nachhaltigkeit und ressourcenschonendes Arbeiten hat. Das Image von OBI habe sich zudem auch durch eine Vielzahl an Entlassungen und Kündigungen stark verschlechtert.

Erfahrungsgemäß sind die Arbeitsbedingungen und der Umgang zwischen den Mitarbeitern und den Führungskräften im Einzelnen stark von der Abteilung oder der jeweiligen Filiale abhängig, sodass sich abschließende Aussagen über die Unternehmenskultur nicht allgemeingültig treffen lassen.

 

Quellen:

Berufsstart.de

Glassdoor.de

Kununu.com

Obi.de

Verdi.de

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