Karrierelexikon

Gehaltskürzung durch eine Änderungskündigung

Inhaltsverzeichnis

Eine Gehaltskürzung stellt eine Verringerung des Bruttogehalts dar. Dabei muss bedacht werden, dass es auch zu einem Rückgang des Nettogehalts kommen kann, ohne dass eine Gehaltskürzung des Bruttos vorliegt. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn ein ungünstiger Wechsel der Steuerklasse vorgenommen werden muss, etwa in Folge einer Scheidung. Bei einer echten Gehaltskürzung, die durch eine Verringerung des Bruttogehalts bei unveränderter Arbeitsleistung zustande kommt, ist in der Regel ein Fachanwalt für Arbeitsrecht hinzu zu ziehen.

Gehaltskürzung durch eine Änderungskündigung

Wenn ein Unternehmen in die Schieflage gerät, weil zum Beispiel ein wichtiger Auftraggeber wegfällt, versucht die Unternehmensleitung oft alles, um den Betrieb zu retten. Nicht selten werden dann die Mitarbeiter aufgefordert, einen Beitrag zur Rettung des Unternehmens zu leisten, indem sie auf einen Teil des ihnen zustehenden Gehalts verzichten. Oftmals werden dazu auch Vereinbarungen mit dem Betriebsrat angestrebt. Weitaus häufiger ist allerdings der Vorschlag einer Änderungskündigung. Dabei wird der bestehende Arbeitsvertrag abgewandelt und vereinbart, dass für die gleiche Arbeitsleistung weniger Gehalt bezahlt wird.

Dieser Vertrag begünstigt einseitig den Arbeitgeber. Im schlimmsten Fall, wenn das Unternehmen nach ein paar Monaten oder sogar Jahren vergeblicher Rettungsbemühungen doch Insolvenz anmelden muss, rächt sich die Gehaltskürzung gleich doppelt. Durch sie hat der Arbeitnehmer nicht nur auf Gehalt verzichtet, er bekommt am Ende sogar noch weniger Arbeitslosengeld, in dessen Berechnung das reduzierte Gehalt einfließt. Auch aus diesem Grund sollte jeder Arbeitnehmer gut überlegen, ob er eine solche Vereinbarung unterschreiben sollte. Dabei darf nicht vergessen werden, dass eine Gehaltskürzung ohne Zustimmung des Arbeitnehmers nicht wirksam vereinbart werden kann.

Weitere Themen zu Gehalt
Aktuelle News
  • Was verdient man bei O2?

    Was verdient man bei O2?

    Fast jeder Dritte in Deutschland, der einen Mobilfunkanschluss besitzt, ist o2-Kunde. Der Mobilfunkriese machte 2017 allein am deutschen Markt ca. 7,3 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigt hierzulande 8.665 aktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit gehört die Telefónica Deutschland mit ihrer Marke o2 nicht nur zu einem der drei Giganten des deutschen Mobilfunkmarkts, sondern auch zu einem ...

  • Bewerbung auf Englisch schreiben: Worauf kommt es an?

    Bewerbung auf Englisch schreiben: Worauf kommt es an?

    Wenn Sie nach dem Bachelor- oder Master-Studium erst einmal wertvolle Erfahrungen im Ausland sammeln wollen, als erfahrene Führungskraft den nächsten großen Schritt in einem englischsprachigen Land wagen möchten oder ein Praktikum in den USA absolvieren wollen, steht zunächst noch eine ganz bestimmte Hürde an: die Bewerbung auf Englisch. Leider ist es nicht damit getan, bloß die bereits ...

  • Ländervergleich Japan: Arbeit, Gehalt und Leben

    Ländervergleich Japan: Arbeit, Gehalt und Leben

    Japan ist ein Land, das bei vielen Menschen eine große Faszination auslöst – mitunter aus ganz unterschiedlichen Gründen: beeindruckende Natur und Landschaften, innovative Technologien und Zukunftsvisionen, die Kultur der Mangas und Animes, Teezeremonien, Geishas und Samurais. Vielleicht ist es auch die Mischung aus all dem, die scheinbar widersprüchlichen und doch nebeneinander und miteinander ...

  • Grippewelle im Büro: Das können Sie tun

    Grippewelle im Büro: Das können Sie tun

    Das Winterhalbjahr ist die Zeit für saisonale Grippewellen in Mittel- und Nordeuropa und damit auch bei uns in Deutschland. Alle Jahre wieder sucht uns die Grippe im Januar oder Februar heim und infiziert Schätzungen zufolge 5 bis 20 Prozent der Bevölkerung. Die Viren machen natürlich vor der Bürotür nicht halt. Wie Sie sich 2019 vor einer Ansteckung mit der berüchtigten Influenza im Büro ...

  • Schwarzarbeit: Was erlaubt ist und was nicht

    Schwarzarbeit: Was erlaubt ist und was nicht

    Ob Babysitten für Bekannte, kleinere Reparaturen im Haus der Eltern oder Rasenmähen für die Nachbarn – jeder kennt die kleinen Gefälligkeiten, die man immer mal wieder für andere erledigt. Mit Glück erhält man für den erwiesenen Dienst auch eine kleine finanzielle Entlohnung. Da kann es leicht passieren, dass man, ohne es zu wollen, eine rechtliche Grenze überschreitet und sich plötzlich im ...