Karrierelexikon

Gehaltsgruppe E12 - Das verdienst man in Entgeltgruppe

Inhaltsverzeichnis

Angestellte im Öffentlichen Dienst werden grundsätzlich nach der Zugehörigkeit zu bestimmten Engeltgruppen entlohnt. Dabei gilt grundsätzlich, dass das Gehalt mit steigender Nummer der Engeltgruppen zunimmt. Die Entgeltgruppen werden im Tarifvertrag der Kommunen beziehungsweise des Bundes geregelt, je nachdem wer der Arbeitgeber des Angestellten ist. Insgesamt existieren fünfzehn verschiedene Gehaltsgruppen von E1 bis E15, hinzukommen noch sechs verschiedene Stufen. Für die Einstufung in eine Gehaltsgruppe ist die erworbene Qualifikation des Angestellten im Öffentlichen Dienst ausschlaggebend.

Die Einstufung in E12

Während in den Gehaltsstufen E5 bis E8 eine mindestens dreijährige Berufsausbildung Voraussetzung ist, müssen Angestellte im Öffentlichen Dienst, die in E9 bis E12 eingestuft werden möchten, mindestens einen Fachhochschulabschluss oder einen Bachelor Abschluss einer Universität vorweisen können. Für die höchsten Gehaltsstufen im Öffentlichen Dienst, die von E13 bis E15 reichen, ist sogar eine Promotion beziehungsweise ein Masterabschluss unbedingte Voraussetzung.

Die verschiedenen Stufen innerhalb von E12

Innerhalb der Tarifgruppe E12 gibt es, wie in jeder anderen Entgeltstufe auch, noch eine sechsstufige Einteilung, die die jeweilige Berufserfahrung des Angestellten berücksichtigt. In der Stufe 1 werden alle Berufsanfänger eingruppiert, nach ein paar Jahren beruflicher Erfahrung erfolgt dann der Aufstieg von einer Stufe in die nächste. Nach circa fünfzehn bis sechzehn Jahren Berufserfahrung erreichen die Angestellten dann schließlich die höchste Stufe 6 mit dem größten Gehalt.

Beispiele für Beschäftigte in E12

Oftmals werden Lehrer, insbesondere Quereinsteiger im Öffentlichen Dienst, in der Entgeltstufe E12 bezahlt. Auch Dolmetscher erhalten oft ein Gehalt aus dieser Gehaltsgruppe.

Die Entgeltstufe E12 im Jahre 2013

Ab dem 1. Juli 2013 gilt im Bundesland Hessen für die Entgeltstufe E12 das Eingangsgehalt von 2.940 Euro, das sich dann stufenweise, je nach Berufserfahrung auf einen Wert von 4.642 erhöhen kann. In anderen Bundesländern können die Tarife abweichen, als Faustregel kann aber gelten, dass ein Anfänger in der Gehaltsgruppe E12 knapp 3.000 Euro verdient und ein erfahrener Angestellter maximal etwas mehr als 4.500 Euro verdienen kann.

Weitere Gehaltsbestandteile

Wie alle Angestellten des Öffentlichen Dienstes erhalten auch Beschäftigte, die in der Gruppe E12 eingeteilt sind, Zulagen, Zuschläge und Sonderzahlungen, die ihr Grundgehalt erhöhen. Dies sind zum Beispiel Kinderzulagen, aber auch Erschwernis- und Gefahrenzulagen, Weihnachts- und Urlaubsgeld oder bestimmte Aufwandsentschädigungen.

Der Vergleich mit der freien Wirtschaft

Auf den ersten Blick wirken die Verdienstmöglichkeiten im Öffentlichen Dienst eher bescheiden. Tatsächlich liegen die Einstiegsgehälter für Bachelor und Fachhochschulabsolventen in der freien Wirtschaft meist sehr viel höher. Doch bei einem Vergleich sollte nicht vergessen werden, dass der Öffentliche Dienst eine außerordentlich hohe Arbeitsplatzsicherheit bietet.

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