Karrierelexikon

Gehalt im gehobenen Dienst

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In der Öffentlichen Wahrnehmung ist der Beruf des Beamten zwar nicht mehr so geschätzt wie noch vor wenigen Jahrzehnten. Aber für Berufseinsteiger bietet die Beamtenkarriere attraktive und lukrative Karrierechancen. Vor allem der gehobene Dienst bietet interessante Perspektiven, weil die Beamten hier. Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten reicht vom Sachbearbeiter bis hin zur Leitung von Sachgebieten, Referenten und Stellvertreterposten auf der gehobenen Ebene.

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Wie wird man Beamter im gehobenen Dienst?

Wer sich für eine Laufbahn als Beamter im gehobenen Dienst entscheidet, benötigt als Grundvoraussetzung die Fachhochschulreife. Sie können zum Vorbereitungsdienst mit begleitendem Studium zugelassen werden. Welches Fachstudium notwendig ist, hängt von der gewünschten Laufbahn des Bewerbers ab. Beamte im Baudienst beispielsweise benötigen einen Fachhochschulabschluss mit dem Grad des Diplom-Ingenieurs (FH). Beamtenanwärter im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst dagegen werden an einer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung ausgebildet.

Sofern sich ein Beamtenanwärter als besonders geeignet erweist, ist die Fachhochschulreife nicht zwingend erforderlich. Sie können die Ausbildung für die Laufbahn im gehobenen Dienst auch mit mittlerer Reife beginnen. Sie gelten dann als sogenannte Aufstiegsbeamte und müssen lediglich die Laufbahnprüfung bestehen.

Schuldienst: die Ausnahme von der Regel

Lediglich für die Laufbahn im Schuldienst brauchen die Anwärter die allgemeine Hochschulreife. Nach dem Lehramtsstudium, das sie bei einer regulären Universität absolvieren, steht noch ein ein- bis zweijähriger Vorbereitungsdienst an. Sobald sie dieses Referendariat erfolgreich absolviert haben, werden sie in den Schuldienst übernommen.

Wie viel verdient ein Beamter?

Wie bei allen Beamten richtet sich auch im gehobenen Dienst die Besoldung nach der gültigen Besoldungstabelle. Die niedrigste Besoldungsgruppe für den gehobenen Dienst ist die Besoldungsgruppe A9, sie können maximal bis A13 aufsteigen. Diese Gruppe ist bereits die niedrigste Einstufung für den höheren Dienst.

Die Beamten beginnen beim Berufsanfang mit den Besoldungsgruppen A9 oder A10. Ausnahmen dafür gibt es lediglich im Schuldienst und für Juristen. Bezirksnotare, Amtsanwälte sowie Grund- und Hauptschullehrer beginnen in der Besoldungsgruppe A12. Sonderschul- und Realschullehrer werden von vornherein höher, nämlich mit A13, eingestuft.

Das genaue Gehalt eines Beamten lässt sich nicht näher definieren. Unter anderem hängt es davon ab, ob es sich um einen Beamten handelt, dessen Dienstherr der Bund oder ein Bundesland ist. Auf das Grundgehalt werden außerdem verschiedene Zuschläge aufgerechnet, etwa wenn sie häufiger ihren Einsatzort wechseln oder zusätzliche Aufgaben wahrnehmen. Am besten verdienen Bundesbeamte im gehobenen Dienst in Nordrhein-Westfalen mit einem durchschnittlichen Bruttogehalt von 3.284 Euro und in Baden Württemberg mit einem monatlichen Salär von 3.221 Euro. Am wenigsten verdienen dagegen Bundesbeamte im Saarland, wo sie lediglich auf 1.800 Euro brutto kommen.

Mehr netto vom Brutto

Nach der Verbeamtung werden die Beamten in sogenannten Laufbahngruppen eingeordnet. Hier zählen neben dem Dienstalter auch die persönlichen Qualifikationen. Wer über zusätzliches Fachwissen verfügt, wird schneller befördert und steigt auch rascher in die nächsthöhere Besoldungsgruppe auf.

Ein zusätzlicher Anreiz für die Beamtenlaufbahn im gehobenen Dienst: Den Beamten bleibt vom Bruttogehalt mehr netto in der Tasche. Der Grund: Sie sind als Staatsdiener von den Beiträgen zur Sozialversicherung befreit. Bei einem Bruttogehalt von beispielsweise 2.610 Euro macht das im Vergleich zum Angestellten immerhin eine Differenz von 220 Euro pro Monat.