Karrierelexikon

Gehaltsentwicklung - Die Entwicklung Ihres Gehalts nach

Inhaltsverzeichnis

Es ist sehr hilfreich, sich von Zeit zu Zeit die eigene Gehaltsentwicklung vor Augen zu halten und zu prüfen, ob sie zur Zufriedenheit verläuft. Dabei kommt es nicht so sehr darauf an, von Jahr zu Jahr auf eine möglichst hohe Gehaltsanhebung zu hoffen, sondern vielmehr darauf, einen langfristigen Trend zu erkennen.

Gehaltsentenwicklung ohne Beförderung

Mitarbeiter, die über mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte dieselbe Stelle bekleiden, ohne mehr Verantwortung zu übernehmen oder andere Aufgaben wahrzunehmen, die eine größere Erfahrung erfordern, dürfen nicht mit einer überdurchschnittlichen Gehaltsentwicklung rechnen. Sie verbleiben in aller Regel auf dem erreichten Gehaltsniveau. Bei Gehaltserhöhungen dürfen sie nur erwarten, einen Ausgleich für die Inflation und vielleicht noch einen kleinen Zuschlag für gute Leistungen zu erhalten. Anlass zur Sorge besteht bei ihnen nur, wenn dieses Ziel über mehrere Jahre hinweg verfehlt wird. Dann erleiden sie Einbußen bei ihrem Gehalt, denn real verfügen sie über weniger Kaufkraft.

Gehaltsentwicklung nach Arbeitgeberwechsel

Oft gelingt es, der Gehaltsentwicklung durch einen Wechsel des Arbeitgebers einen positiven Impuls zu verleihen. In der Regel spielen auch finanzielle Motive bei einer solchen Umorientierung eine große Rolle. Es gelingt nicht selten, bei einem neuen Arbeitgeber zu einem deutlich besseren Gehalt als bei der vorherigen Stelle anzufangen.

Positive Gehaltsentwicklung durch Qualifikation

Der sicherste Weg das eigene Gehalt auf lange Sicht zu verbessern, besteht allerdings darin, sich fortzubilden. Mit einer beruflichen Ausbildung sind zum Beispiel keine Spitzengehälter erzielbar, dagegen ermöglich ein qualifizierter Studienabschluss in der langen Sicht beste Gehaltsperspektiven. Es kann auch eine hervorragende Idee darstellen, durch fachspezifische Lehrgänge die berufliche Qualifikation und somit auch die Gehaltschancen zu optimieren. Die Gehaltsentwicklung ist immer eng gekoppelt, an die Fähigkeit und den Willen, mehr Verantwortung zu übernehmen. Voraussetzung dafür wiederum ist eine ausreichende fachliche Qualifikation.

Die Gehaltsentwicklung in einer Volkswirtschaft

Aus gesellschaftlicher Sicht ist es auch sehr interessant zu analysieren, wie sich die Gehaltsentwicklung verschiedener Branchen und Qualifikationsstufen im Zeitablauf entwickelt. So ist gegenwärtig zum Beispiel in allen Industriestaaten ein starkes Auseinanderdriften von Gehältern für wenig Qualifizierte und Spitzenkräfte festzustellen. Für ungelernte Kräfte und Hilfsarbeiter wird es immer schwieriger, ohne zusätzliche staatliche Transferleistungen nur auf Basis ihres Arbeitseinkommens ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Mit ihrer Gehaltsentwicklung können diese Schichten nicht zufrieden sein. Auf der anderen Seite stehen die Top-Manager, die Gehälter in Millionenhöhe bekommen, selbst wenn ihre Arbeitsleistungen nicht immer überzeugen.

Vor dem Hintergrund dieser Gehaltsentwicklung sind in den letzten Jahren Rufe laut geworden, durch staatliche Regulierung, wie zum Beispiel durch die Deckelung von Managergehältern, Änderungen herbei zu führen. Dies wird jedoch von vielen Experten auch abgelehnt, weil sie in solchen Maßnahmen einen unzulässigen Eingriff in marktwirtschaftliche Prozesse sehen. Auf jeden Fall dürfte feststehen, dass die Motivation, sich eine Arbeit zu suchen und dieser regelmäßig nachzugehen für gering Qualifizierte nur aufrecht erhalten werden kann, wenn sie sich auf lange Sicht damit eine auskömmliche Existenz sichern können. Ihr Arbeitseinkommen muss dabei deutlich über dem von Empfängern staatlicher Hilfsleistungen liegen. In einer globalisierten Welt ist diese Forderung jedoch schwer zu erfüllen, weil billige Arbeitskräfte in weniger entwickelten Ländern als Alternative bereitstehen, wenn Arbeit in den Industriestaaten zu teuer wird.

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