Karrierelexikon

Gehaltsindex - So nützlich ist es

Inhaltsverzeichnis

Mit Hilfe eines Gehaltsindex kann man einstufen, ob man viel, wenig oder durchschnittlich verdient. Diese Information kann zum Beispiel dazu dienen, die nächste Gehaltsverhandlung vorzubereiten. Genauso kann man sich am Gehaltsindex orientieren, wenn es darum geht, eine angemessene Gehaltsvorstellung im Vorstellungsgespräch zu benennen. Junge Leute können sich mit Hilfe eines Gehaltsindex darüber informieren, wie viel in welchen Berufen verdient wird, um so ihre Entscheidung für eine bestimmte Ausbildung oder ein Studium auch in dieser Hinsicht auf einer fundierten Basis zu treffen.

Zu berücksichtigende Faktoren

Ein aussagefähiger Gehaltsindex basiert auf der Gegenüberstellung von verschiedenen Branchen in unterschiedlichen Regionen. Dabei kann ein Gehaltsindex sehr weit gefasst sein, wie zum Beispiel ein Gehaltsindex zur Analyse der Einstiegsgehälter von Akademikern oder aber auch sehr eng auf eine Gruppe bezogen sein, wie zum Beispiel der Gehaltsindex von Friseurgesellen mit mindestens zehn Jahren Berufserfahrung. Ein guter Gehaltsindex nimmt auch eine regionale Differenzierung vor.

So ist es zum Beispiel allgemein bekannt, dass Berufstätige in Ballungszentren deutlich mehr verdienen als im ländlichen Raum. Dies gilt für Beschäftigte mit der gleichen Qualifikation und Berufserfahrung. Die Ursache für diese regionalen Unterschiede sind vor allem in den Abweichungen der Lebenshaltungskosten in den einzelnen Regionen zu sehen. Insbesondere die Mieten fallen in ländlichen Gebieten wesentlich niedriger aus als in großen Städten.

Weitere wichtige Aspekte

Je breiter die Datenbasis ist, die in einem Gehaltsindex einfließt, desto zuverlässiger sind die Ergebnisse. Durch eine große Anzahl von Einzeldaten werden bei der Durchschnittsbildung Ausreißer nach unten und nach oben gleichermaßen eliminiert, so dass das Ergebnis maßgeblich von den realistischen Werten geprägt wird. Deswegen sollte jeder, der einen Gehaltsindex nutzt, darauf achten, dass die Anzahl der Daten groß genug ist.

Sind zu dem Thema Datenbasis keine Angaben erhältlich, sollte man dem Gehaltsindex grundsätzlich skeptisch sehen. Mindestens ebenso wichtig ist die präzise Bezeichnung der untersuchten Berufe. So ist zum Beispiel die Angabe Kaufmann viel zu unspezifisch, weil es sich hierbei um Einzelhandelskaufleute mit dreijähriger Ausbildung oder auch um Diplom-Kaufleute oder Kaufleute mit Bachelorabschluss handeln kann, die ein Universitätsstudium absolviert haben.

Die Art der Datenerhebung

Vorsicht ist auch immer angesagt, wenn die Daten in Form von Befragungen erhoben wurden. Zumindest in Deutschland gehört das Gehalt zu den absoluten Tabu-Themen. Deswegen sind nur wenige Menschen überhaupt bereit, sich zu diesem Thema zu äußern und geben dann auch schon einmal aus falscher Scham zu hohe oder zu niedrige Werte an. Wesentlich zuverlässiger ist dagegen ein Gehaltsindex, der auf statistischen Daten, zum Beispiel von Berufsverbänden oder Krankenkassen, basiert.

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