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Gehaltsmitteilung - Erläuterungen zur Gehaltsmitteillung

Inhaltsverzeichnis

Anders als eine Gehaltsabrechnung erhält ein Arbeitnehmer eine Gehaltsmitteilung nur zu besonderen Anlässen und nicht am Ende eines jeden Abrechnungsmonats. Eine Gehaltsmitteilung zeigt genau auf, wie viel der Beschäftigte regelmäßig brutto verdient und wie hoch der verbleibende Nettobetrag nach allen Abzügen ist.

Anlässe für eine Gehaltsmitteilung

Meist wird eine Gehaltsmitteilung auf Wunsch des Arbeitnehmers erstellt. Der Anlass dafür kann zum Beispiel ein neues Mietverhältnis sein, bei dem der Vermieter den Nachweis des regelmäßigen Gehalts verlangt. Genauso ist es im Rahmen von Kreditanträgen üblich, mit Hilfe einer aktuellen Gehaltsmitteilung zu belegen, wie viel der Kunde verdient. Auch Ämter und Behörden verlangen oftmals eine Gehaltsmitteilung, wenn es darum geht, zu prüfen, ob Ansprüche auf bestimmte staatliche Leistungen bestehen. Eine Gehaltsmitteilung für diese Zwecke wird in der Regel vom Arbeitgeber mit Datum und Unterschrift versehen, so dass sichergestellt wird, dass sie tatsächlich aktuell und aussagefähig ist.

Diese Informationen enthält sie

Auf einer umfassenden Gehaltsmitteilung wird das Bruttomonatsgehalt angegeben. Darüber hinaus ist es üblich, hier auch das gesamte Bruttojahreseinkommen anzuzeigen, das neben den zwölf monatlichen Gehältern auch noch das Weihnachts- und Urlaubsgelder oder andere Sonderzahlungen, wie zum Beispiel Boni und Tantiemen, zeigen kann. Genauso gehören geldwerte Vorteile, wie sie beispielsweise aus der Überlassung von Firmenwagen resultieren, zu den Bestandteilen des Bruttogehaltes. Von diesem Bruttogehalter werden die vom Arbeitnehmer zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung ebenso abgezogen wie die Lohnsteuer.

Neben der Lohnsteuer erfolgt auch ein Abzug des Solidaritätszuschlags und bei Mitgliedschaft des Steuerpflichtigen in einer Religionsgemeinschaft genauso auch von Kirchensteuern. Auch freiwillige Beiträge zu einer Altersversorgung oder Versicherung, die über den Arbeitgeber abgeführt werden, mindern das Bruttogehalt. Diese Abzüge werden in einer Gehaltsmitteilung sowohl mit ihren Monatsbeträgen als auch mit der Summe aller im Jahr bereits angefallenen Belastungen ausgewiesen. Am Ende einer Gehaltsmitteilung steht immer der monatliche Auszahlungs- oder Überweisungsbetrag.

Zwischen dem Auszahlungs- und Überweisungsbetrag kann es Abweichung geben, wenn über das Nettogehalt hinaus Beträge an den Arbeitnehmer ausgezahlt werden. Dies ist insbesondere im Öffentlichen Dienst häufig der Fall, wenn das Kindergeld über den Arbeitgeber zur Auszahlung kommt. Der angegebene Überweisungsbetrag ist maßgeblich für viele finanzielle Entscheidungen, weil er bestimmt, wie viel Geld einem Angestellten pro Monat tatsächlich zur Verfügung steht.

Weitere Angaben in Gehaltsmitteilung

Darüber hinaus werden auf einer Gehaltsmitteilung natürlich auch alle für die Gehaltsabrechnung wichtigen persönlichen Daten angegeben. Dies sind neben dem Familien- und Vornamen auch das Geburtsdatum, der Wohnort, der Familienstand, die Kinderzahl und die gewählte Steuerklasse.

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